{"id":2410,"date":"2018-06-14T00:00:16","date_gmt":"2018-06-13T22:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/weltwietwech.de\/?p=2410"},"modified":"2019-01-27T07:40:06","modified_gmt":"2019-01-27T05:40:06","slug":"sri-lanka-reisebericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weltwietwech.de\/?p=2410","title":{"rendered":"Sri Lanka Reisebericht"},"content":{"rendered":"<h3>Inhalt<\/h3>\n<ul>\n<li><a href=\".\/?page_id=2410#ueberdasland\">\u00dcber das Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2410#besonderheiten\">Besonderheiten Sri Lankas<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2410#transport\">Transport<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2410#essenutrinken\">Essen &amp; Trinken<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2410#aktivitaeten\">Aktivit\u00e4ten<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 id=\"ueberdasland\">\u00dcber das Land<\/h3>\n<p>Sri Lanka ist ein Land der Vielf\u00e4ltigkeit trotz seiner Gr\u00f6\u00dfe. Auf einer relativ kleinen Fl\u00e4che &#8211; nicht mal so gro\u00df wie Bayern &#8211; vereint das Land Kultur, Natur und Sandstrand. Dabei kann Sri Lanka ganzj\u00e4hrig bereist werden. W\u00e4hrend es von November bis April im Westen und S\u00fcden sch\u00f6n ist, hat man von April bis November im Norden und Osten gutes Wetter. Aber auch in der Regenzeit kann man &#8211; wie wir &#8211; Gl\u00fcck mit dem Wetter haben und die g\u00fcnstigen Preise der Off-Season ausnutzen. Obwohl der Tourismus die zweitgr\u00f6\u00dfte Einnahmequelle des Landes (nach Tee-Exporten) ist, ist man als Tourist ein gerngesehener Gast im Land.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 id=\"besonderheiten\">Besonderheiten Sri Lankas<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Sri Lankaner<\/strong> sind unglaublich nett, freundlich und hilfsbereit und lassen einen gerne an ihrer Kultur teilhaben. Dabei ist die Kommunikation relativ einfach. Vor allem die j\u00fcngeren Einheimischen sprechen fast alle (zumindest ein paar Brocken) englisch.<\/li>\n<li>Trotz wachsender Internationalit\u00e4t durch den steigenden Tourismus ist es f\u00fcr Sri Lankaner selbst sehr schwierig andere L\u00e4nder zu bereisen &#8211; f\u00fcr Sri Lankaner sind nur <a href=\"https:\/\/www.passportindex.org\/byIndividualRank.php?ccode=lk\">44 L\u00e4nder visafrei<\/a>, damit haben nur 13 L\u00e4nder der Welt weniger Visafreiheit (zum Vergleich: als Deutsche d\u00fcrfen wir <a href=\"https:\/\/www.passportindex.org\/byIndividualRank.php?ccode=de\">164 L\u00e4nder visafrei<\/a> bereisen) [<a href=\"https:\/\/www.passportindex.org\/\">passportindex.org<\/a>].<\/li>\n<li>F\u00fcr Touristen ist es verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfg einfach sich in Sri Lanka zurechtzufinden, da quasi alle Beschilderungen neben singhalesisch und tamil auch auf englisch geschrieben sind.<\/li>\n<li>In Sri Lanka herrscht noch ein relativ klassisches <strong>Rollenbild<\/strong>. Die Frauen bleiben h\u00e4ufig zuhause, kochen, putzen, h\u00fcten die Kinder. Sie haben in der \u00d6ffentlichkeit immer ihre Knie und Schultern bedeckt, egal wie hei\u00df es auch ist. Selbst am Strand wird nicht mehr Haut gezeigt. Das Stillen in der \u00d6ffentlichkeit ist dagegen (immerhin) ganz normal.<\/li>\n<li>Unserer Erfahrung nach sind die srilankischen Frauen Fremden gegen\u00fcber eher zur\u00fcckhaltend und sch\u00fcchtern. Sie \u00fcberlassen den M\u00e4nnern meist das Reden.<\/li>\n<li>Die eigene <strong>Mama<\/strong> gilt bei den Einheimischen als wichtigste und h\u00f6chste Person und nimmt eine elementare Rolle ein. Die M\u00fctter werden besonders im Buddhismus sehr gesch\u00e4tzt und sehr hoch angesehen.<\/li>\n<li>Vor dem Betreten von H\u00e4usern, Wohnungen und zum Teil auch Restaurants oder Superm\u00e4rkten ist es selbstverst\u00e4ndlich, dass die <strong>Schuhe<\/strong> <strong>ausgezogen<\/strong> werden.<\/li>\n<li><strong>Stra\u00dfenhunde<\/strong> gibt es \u00fcberall. Alle 20 Meter liegt ein Hund ganz gechillt am Stra\u00dfenrand (oder auch auf der Stra\u00dfe) und l\u00e4sst sich nicht von Personen, Autos oder Tuk Tuks aus der Ruhe bringen.<\/li>\n<li>Sri Lankaner lieben es zu <strong>hupen<\/strong>. Es wird in allen Situationen gehupt. Als Warnhinweis f\u00fcr Menschen und Tiere, bei jedem \u00dcberholvorgang, vor scharfen Kurven und nat\u00fcrlich zur Begr\u00fc\u00dfung (man kennt sich halt&#8230;).<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 id=\"transport\">Transport<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Tuk<\/strong> <strong>Tuks<\/strong> sind \u00fcberall zu finden und die schnellste M\u00f6glichkeit, um bei Kurzstrecken von A nach B zu kommen (ca. 100 LKR \/ ~0,55\u20ac pro km). Dabei gilt, immer erst nach dem Preis zu fragen und ggf. noch etwas nachzuverhandeln.<\/li>\n<li>Mit <strong>Bus<\/strong> und <strong>Bahn<\/strong> fahren ist extrem g\u00fcnstig, eine einfache Busfahrt innerhalb der Stadt kostet 7 LKR (~ 0,04\u20ac) pro Person und selbst lange Zugstrecken (Trincomalee &#8211; Colombo \/ 277 km Strecke \/ 8,5 Std Fahrtzeit) kosteten nur 380 LKR \/ ~ 2,04\u20ac. Dagegen wirkten dann auf einmal die Tuk Tuk Fahrten wie Wucherpreise. Aber eigentlich kann man nicht den staatlichen Verkehr mit dem Individualverkehr vergleichen [Stand: Anfang Juni 2018].<\/li>\n<li>Bei Langstreken wird die <strong>Fahrtdauer<\/strong> schnell untersch\u00e4tzt, da man f\u00fcr 160 km Zugfahrt ganze 6 Stunden ben\u00f6tigt (Ella &#8211; Kandy).<\/li>\n<li>Die <strong>\u00f6ffentlichen<\/strong> <strong>Busse<\/strong> sehen f\u00fcr Touristen erst einmal sehr befremdlich aus. Allerdings sind die Busfahrten jedem zu empfehlen. Die Busse sind sehr g\u00fcnstig, relativ sauber und werden von den Einheimischen viel benutzt. Man bezahlt im Bus direkt beim Fahrkartenverk\u00e4ufer (der in jedem Bus mitf\u00e4hrt) und sagt, wohin man m\u00f6chte. Am Zielort angekommen wird einem dann Bescheid gesagt, dass man aussteigen muss. F\u00fcr das Gep\u00e4ck ist eigentlich auch immer Platz, die gro\u00dfen Rucks\u00e4cke werden vorne beim Busfahrer verstaut.<\/li>\n<li>Au\u00dferdem war es in den Bussen Sri Lankas immer sehr ruhig &#8211; selbst wenn der Bus so voll war, dass der Gang voll stand. Nur die (Bollywood-) Musik vom Busfahrer selber war h\u00e4ufig sehr laut und etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 id=\"essenutrinken\">Essen &amp; Trinken<\/h3>\n<ul>\n<li>Das srilankische <strong>Essen<\/strong> ist unglaublich lecker, aber auch unglaublich einseitig. Das Nationalgericht ist <strong>Rice and Curry<\/strong>. Morgens, mittags, abends. Mal mit Huhn, Rind, Fisch oder vegetarisch. Als Abwechslung kann man sonst auf Fried Rice oder Kottu (klein gehackter Pfannkuchen, pikant abgeschmeckt mit Curry und Gem\u00fcse) zur\u00fcckgreifen. Das war es dann aber auch schon fast. Generell ist das Essen scharf, aber dennoch relativ gut bek\u00f6mmlich (wir hatten uns hierzu mehr Sorgen gemacht).<\/li>\n<li>Grunds\u00e4tzlich ist der <strong>schwarze Tee <\/strong>als Nationalgetr\u00e4nk sehr lecker und zu empfehlen. Allerdings bekommt man manchmal den Tee auf &#8222;Sri Lanka Art&#8220; serviert und das bedeutet mit viel Milch und sehr viel Zucker. Aber in der Regel bekommt man zum Gl\u00fcck den Tee mit Milch und Zucker separat gereicht.<\/li>\n<li>Wohingegen der &#8222;Srilankan Coffee&#8220; nichts mit klassischen <strong>Kaffee<\/strong> in Europa gemeinsam hat. Man kennt hier nur die Nescaf\u00e9 Instant-Mischung, die eher nach altem Kaffeepulver mit hei\u00dfen Wasser schmeckt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 id=\"aktivitaeten\">Aktivit\u00e4ten<\/h3>\n<p>Unsere Stationen in Sri Lanka im \u00dcberblick<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\".\/?page_id=2410#colombo\">Hanoi<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2410#hikkaduwa\">Hikkaduwa<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2410#galle\">Galle<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2410#ella\">Ella<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2410#kandy\">Kandy<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2410#dambulla\">Dambulla<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2410#trincomalee\">Trincomalee<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h6 id=\"colombo\"><strong>Colombo<\/strong><\/h6>\n<ul>\n<li>Colombo hat als Hauptstadt von Sri Lanka leider sehr wenig zu bieten. Es ist nicht besonders sch\u00f6n, es ist dreckig und laut. Daher reisen die meisten Touristen auch direkt weiter. F\u00fcr uns war es ganz gut, erst einmal <b>in Ruhe anzukommen<\/b>&#8230;<\/li>\n<li>Ein Must-See haben wir uns dann doch angeschaut, den <b>Pettah Market<\/b>, der gr\u00f6\u00dfte Markt in Colombo. Dadurch, dass der Markt haupts\u00e4chlich von Locals besucht wird, wird man nicht permanent angequatscht etwas zu kaufen und es gibt ein breites Spektrum an Produkten &#8211; fernab vom Souvenir- Schnickschnack. Vor allem der Lebensmittelmarkt war beeindruckend und bunt, aber sich gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig f\u00fcr die Nase.<\/li>\n<li>Von Colombo kommt man am einfachsten zum n\u00e4chsten Zielort mit dem Zug. Und <b> Zugfahren<\/b> ist ein tolles Erlebnis in Sri Lanka! Die Fenster und T\u00fcren k\u00f6nnen ge\u00f6ffnet werden, sodass es nicht unertr\u00e4glich warm wird. Besonders in der ge\u00f6ffneten T\u00fcr stehen, w\u00e4hrend die Landschaft an einem vorbei rauscht war ein gro\u00dfartiges Gef\u00fchl.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 id=\"hikkaduwa\"><strong>Hikkaduwa<\/strong><\/h6>\n<ul>\n<li>Hikkaduwa liegt im S\u00fcdwesten der Insel und wir hatten keine Ahnung, dass dort eigentlich <b>Monsunzeit<\/b> war, als wir hier f\u00fcr eine Woche eine Airbnb-Wohnung buchten. In Hikkaduwa angekommen sagte uns ein TukTuk-Fahrer, dass das der erste trockene Tag seit 2 Wochen sei und riet uns, blo\u00df nicht lange zu bleiben. Naja, wir hatten die 7 N\u00e4chte aber schon gebucht&#8230; Aber zum Gl\u00fcck, wie es sich raus stellte. Das Appartement war abgelegen von der Stra\u00dfe im Dschungel und super sch\u00f6n eingerichtet. Wir hatten sogar eine eigene kleine K\u00fcche und eine Chillecke auf der Terrasse. Auch bei Regen k\u00f6nnen wir es hier gut aushalten und erst einmal runterkommen. Aber Petrus meinte es gut mit uns und wir hatten super Gl\u00fcck mit dem Wetter, dass wir trotz Monsunzeit nur selten einen Schauer hatten und nie vom Regen \u00fcberrascht wurden. So konnten wir fast unabh\u00e4ngig vom Wetter das tun, was wir wollten<\/li>\n<li>Nur die Wellen am <b>Strand von Hikkaduwa<\/b> waren wegen der Monsunzeit zu hoch, dass wir dort nicht schwimmen gehen konnten. Dennoch haben wir die Zeit am Strand genossen, sind den menschenleeren Strand kilometerweit entlang gelaufen oder haben einfach die Wellen beobachtet. Perfekt zum Runterkommen.<\/li>\n<li>Wir hatten nicht nur Gl\u00fcck mit unserer Unterkunft, sondern auch mit unserem Gastgeber Amila. Amila ist Singhalese, geboren in Hikkaduwa und nicht so zur\u00fcckhaltend wie meisten Einheimischen. Im positiven Sinne! Er ist sehr interessiert, uns die <b>Kultur und den Alltag der Srilankaner <\/b>n\u00e4herzubringen. Und das in einem astreinen Englisch. So hat Amila f\u00fcr uns gekocht, uns zu sich (\u00fcber unserem Appartement) eingeladen, hat uns Surfstunden gegeben (siehe Aktivit\u00e4ten in Galle), hat uns zum Laternfestival an Vollmond mitgenommen und ist mit uns feiern gewesen. Wir wurden sogar zu einer Sonntagsfeier bei seiner Mutter eingeladen, zu der etwa 50-70 Leute kamen, um vom tagelang vorbereiteten Buffet zu essen. Das war sehr beeindruckend! Zun\u00e4chst musste das Essen von einem buddhistischen Geistlichen gesegnet werden und ein Teil f\u00fcr Buddha geopfert werden und danach konnte das kalte Buffet gest\u00fcrmt werden. Seltsam hier war, dass die Teller alle mit Plastikt\u00fcten eingewickelt waren, damit man die Teller nicht sp\u00fclen. Amila ist aber selbst jemand, der den Plastikverbrauch auf ein Minimum h\u00e4lt (keine Strohhalme, keine Plastikt\u00fcten, Recycling von Flaschen), weshalb wir auch \u201enormal\u201c vom Teller essen konnten und nicht komisch angeschaut wurden. Das Essen war super lecker, aber auch super scharf. Das Highlight des Buffets musste uns aber erst einmal aufgezwungen werden, weil wir uns so nicht dran getraut h\u00e4tten &#8211; Knoblauchcurry. Es ist sehr aufw\u00e4ndig, dieses Curry herzustellen, weshalb es z.B. in kaum einem Restaurant angeboten wird. Hunderte von Knoblauchz\u00e4hen werden hierf\u00fcr gesch\u00e4lt, eingelegt und gekocht. Schon pervers, dass man eine ganze Knolle auf einmal isst, aber es war wirklich total lecker!<\/li>\n<li>Einen Nachmittag haben wir mit dem TukTuk die \u201eSehensw\u00fcrdigkeiten\u201c von Hikkaduwa abgeklappert. Eine Buddhastatue, eine Mondsteinmine und das Tsunami-Museum. Letzteres hat einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen. Auch Sri Lanka wurde am 26.12.2004 vom Tsunami getroffen und \u00fcber 50.000 Menschen dort in den Tod gerissen. Das Museum war eher eine improvisierte Bilderausstellung von Bewohnern des Dorfes, damit der Schicksalsschlag nicht in Vergessenheit ger\u00e4t.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 id=\"galle\"><strong>Galle<\/strong><\/h6>\n<ul>\n<li>Gleich zwei Mal engagierten wir Amila, unseren Host, als Surflehrer. Surfen stand ganz oben auf unserer To-Do-Liste unserer Reise, da waren wir froh, dass wir schon mal die Grundlagen am Anfang der Reise lernen konnten. Da die Wellen in Hikkaduwa zu hoch waren, sind wir daf\u00fcr nach Galle (wird \u00fcbrigens englisch gesprochen, klingt also eher wie Gohl) gefahren. Hier klappte es nach ein paar Trocken\u00fcbungen und ein paar Tipps im Wasser ziemlich gut, sodass wir nach 15 Minuten schon auf dem Brett standen. Es macht tierisch Spa\u00df, auch wenn wir die ein oder andere Macke und Sch\u00fcrfwunde als Erinnerung mitgenommen haben.<\/li>\n<li>Nach der zweiten Surfstunde nutzen wir es aus, dass wir schon im 10 km entfernten Galle waren und verbrachten ein paar Stunden im <b>Galle Fort<\/b>, der Altstadt von Galle. Hier ist ein besonderer Flair mit stylischen Caf\u00e9s, urigen Restaurants, Spas, Yogacenter und kleinen individuellen L\u00e4dchen zwischen sch\u00f6nen H\u00e4usern der ehemaligen holl\u00e4ndischen Kolonialzeit.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 id=\"ella\"><strong>Ella<\/strong><\/h6>\n<ul>\n<li>Ella ist ein Mekka f\u00fcr Sri Lanka Touristen, da die Zugfahrt von Kandy nach Ella (oder anders herum, wie wir es macht haben) ganz oben auf der To Do-Liste jedes Backpackers steht. Dennoch hat Ella einen sch\u00f6nen (westlichen) Kleinstadt-Charakter mit vielen charmanten Bars und Restaurants und gutem Kaffee! Deshalb haben wir die <b>Zeit in der \u201eCity\u201c<\/b> genossen und den Backpacker-Trubel mit dem ein oder anderen Kaffe oder Bier beobachtet<\/li>\n<li>Lohnenswert war au\u00dferdem der Aufstieg auf den <b>Little Adams Peak<\/b>. Da wir es nicht zum richtigen \u201eAdams Peak\u201c (bekanntester Wanderweg Sri Lankas) geschafft haben, musste zumindest der kleine Bruder auf unserer Liste abgehakt werden. Der Aufstieg ist in 20 Minuten geschafft und aufgrund der guten Wege und Treppen einfach zu meistern. Beim tropischen Wetter kommt man dennoch schnell ins Schwitzen&#8230; der Ausblick von oben auf die T\u00e4ler, Teefelder und Wasserf\u00e4lle ist traumhaft sch\u00f6n! Vom Little Adams Peak kann man dann noch auf den Nachbarberg klettern. Hier ist der Ab- und Aufstieg \u00fcber Stock und Stein etwas anspruchsvoller, aber mit festem Schuhwerk und zwei freien H\u00e4nden leicht zu bew\u00e4ltigen. Der Ausblick von hier toppt unserer Meinung nochmal den vom Little Adams Peak.<\/li>\n<li>Vom Little Adams Peak kann man sehr gut zum eigentlichen Highlight Ellas laufen, der <b>Nine Arche Bridge<\/b>. Die 100 Jahre alte und 25 m hohe Eisenbahnbr\u00fccke ist das beliebteste Fotomotiv f\u00fcr Postkarten und Reisef\u00fchrer Sri Lankas. Auf dem Weg dorthin hatten wir mehrmals einen tollen Blick auf die Br\u00fcck, die malerisch durch die Teefelder f\u00fchrt. Doch noch sch\u00f6ner &#8211; und spannender &#8211; wurde es, als wir auf dem Gleisbett \u00fcber die Br\u00fccke spaziert sind. T\u00e4glich f\u00e4hrt der Zug ein paar Mal \u00fcber die Br\u00fccke, weshalb man schon aufpassen sollte und rechtzeitig die Gleisen verlassen sollte, sobald sich ein Zug ank\u00fcndigt. Aber da die Z\u00fcge sich mit 15 km\/h und regelm\u00e4\u00dfigem Hupen eher lautstark anpirschen (oha, ein Oxymoron) als vorbeirauschen, ist das Risiko, dies zu verpassen eher gering. Von der Br\u00fccke sind wir dann die 2km bis zum Bahnhof von Ella weiter \u00fcber das Gleisbett gelaufen. Absolut empfehlenswert!<\/li>\n<li>Am n\u00e4chsten Tag sind wir die legend\u00e4re Zugfahrt von Ella nach Kandy. Leider f\u00fchrt diese nicht mehr \u00fcber die Nine Arche Bridge, deshalb wird die Fahrt andersherum meist empfohlen. Auf unserer Reiseroute sollte es nun aber so herum gehen, das war auch nicht schlimm. Denn auch so war die Kulisse traumhaft!<\/li>\n<\/ul>\n<h6 id=\"kandy\"><strong>Kandy<\/strong><\/h6>\n<ul>\n<li>In Kandy angekommen haben wir das erste Mal etwas von der <b>Regenzeit<\/b> mitbekommen. Zwei Tage lang hat mit nur kurzen Unterbrechungen wie aus Eimern gegossen. Aus diesem Grund haben wir den Ausflug zum Botanischen Garten gestrichen<\/li>\n<li>So haben wir uns in Kandy auf den <b>Zahntempel<\/b> beschr\u00e4nkt. Der Zahntempel ist einer der wichtigsten Pilgerst\u00e4tte f\u00fcr die sri-lankischen Buddhisten. Hier wird ein Eckzahn von Buddha in einem Schrein aufbewahrt. Der Tempel ist beeindruckend und unterscheidet sich im Aufbau und in der Gestaltung von den \u00fcbrigen buddhistischen Tempel. Von einem Mitarbeiter des Tempels haben wir dann eine F\u00fchrung bekommen. Diese war auch sehr interessant und aufschlussreich, aber neben dem hohen Eintrittsgeld von 1500 LKR p.P. (8,25\u20ac) wollte der F\u00fchrer noch einmal eine \u201efreiwillige\u201c Spende von mindestens 10 Euro. Damit war der Tempelbesuch der bisher teuerste Ausflug in Sri Lanka.<\/li>\n<li>Leider hat Kandy bei uns keinen guten Eindruck hinterlassen. Es war voll, laut, ungem\u00fctlich und nun einmal sehr nass und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig teuer.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 id=\"dambulla\"><strong>Dambulla<\/strong><\/h6>\n<ul>\n<li>Dambulla ist die n\u00e4chstgelegene Stadt des ber\u00fchmten Monolithen \u201e<b>Lion Rock<\/b>\u201c. , haben wir uns hier eine sch\u00f6ne Bleibe gesucht und sind nachmittags in Richtung Lion Rock gefahren. Im Gegensatz zu den anderen Touristen haben wir dann aber nicht den Lion Rock, sondern den etwas kleineren Nachbarfelsen \u201e<b>Pidurangala<\/b>\u201c bestiegen. Der Grund hierf\u00fcr war nicht nur, dass der Eintritt deutlich g\u00fcnstiger ist (3\u20ac statt 25\u20ac p.P.), sondern dass der Felsen nicht so menschen\u00fcberf\u00fcllt ist und man neben einem fabelhaften Blick \u00fcber das Land auch auf den sch\u00f6nen Lion Rock bekommt. Au\u00dferdem war der Aufstieg abenteuerlich, da man die letzten Meter zur Spitze \u00fcber Steine, B\u00e4ume und Felsen klettern muss.<\/li>\n<li>Unsere Homestay-Mama (eine liebevolle und durchsetzungsstarke Frau) hat uns eine Jeep-Safari in den <b>Mineriya Nationalpark<\/b> organisiert. Hier konnten wir <b>Elefanten<\/b> in freier Wildbahn und dabei ganz aus der N\u00e4he erleben. Ein einmaliges Erlebnis! Wir wurden mittags direkt mit dem Jeep beim Hotel abgeholt. Beim Nationalpark angekommen wurde das Dach vom Jeep abgenommen bzw. aufgerollt, sodass wir im Jeep stehen konnten und ohne st\u00f6rende Fenster eine 360 Grad-Sicht hatten. W\u00e4hrend der 2,5-st\u00fcndigen Safari haben wir etwa 50-70 Elefanten gesehen. Sowohl einzeln, als auch in einer riesigen Herde. Sogar eine kleine Familie mit einem Baby konnten wir beim Fressen und Baden beobachten. Besonders imposant war ein Kampf zwischen zwei Bullen. Uns war es wichtig, dass wir nur wilde Elefanten erleben. <b>Elefantenreiten<\/b> ist f\u00fcr uns ein klares Tabu und totale Tierqu\u00e4lerei. Auch sogenannte <b>Elefantenweisenh\u00e4user<\/b> sind mit gemischten Gef\u00fchlen zu betrachten, denn auch hier m\u00fcssen die Elefanten dressiert werden, damit die Touristen mit Ihnen Baden und sie f\u00fcttern k\u00f6nnen. Daher war f\u00fcr uns die Safari die beste Option. Allerdings haben wir hier auch gemerkt, dass die Elefanten von den Jeeps gest\u00f6rt und gestresst werden k\u00f6nnen. Ein Jungbulle wurde aggressiv und hat den Jeep hinter uns angesto\u00dfen. F\u00fcr die Insassen ist das ungef\u00e4hrlich, jedoch kann der Elefant sich hierbei verletzen. Deshalb m\u00fcssen die Jeepfahrer stets auf die K\u00f6rpersprache der Tiere achten und sich und entsprechend reagieren.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 id=\"trincomalee\"><strong>Trincomalee<\/strong><\/h6>\n<ul>\n<li>Trincomalee (oder kurz Trinco) liegt im Osten der Insel ist bekannt als Schnorchel- und Tauchspot. Besonders sch\u00f6ne Spots befinden sich in der N\u00e4he <b>Pigeon Island<\/b>, einer kleinen Insel im Naturschutzgebiet 10 km n\u00f6rdlich von Trincomalee. Wir haben \u00fcber unsere Unterkunft einen Schnorchel-Ausflug hierhin gebucht. Mit dem Sportboot ging es morgens vom Strand Uppuveli zur Insel. Knapp 50 Minuten lang h\u00fcpft man \u00fcber die Wellen, bis man bei der winzigen Insel angekommen und neben 5-10 weiteren Booten anlegt. Mit der Leih-Ausr\u00fcstung haben wir uns dann ins Wasser gest\u00fcrzt. Es war f\u00fcr uns beide sehr lange her, dass wir Schnorcheln waren und das Meer war auf der einen Seite ganz sch\u00f6n unruhig, dass wir immer wieder Wasser in den Schnorchel bekommen haben. Daher sind wir auf die andere Seite der Insel gegangen. Hier war eine kleine Bucht, die zum einen nicht so voll mit Menschen und zum andern vom Wellengang viel war. Hier gab es leider nicht so viel Spektakul\u00e4res zu sehen, wie auf der anderen Seite (andere erz\u00e4hlten von Schildkr\u00f6ten und kleinen Riffhaien), daf\u00fcr konnten wir Fische aller Farben und Gr\u00f6\u00dfen bewundern und mit unseren Gedanken voll in die Unterwasserwelt abtauchen. Nach etwa zwei Stunden auf der Insel ging es zur\u00fcck zum Festland<\/li>\n<li>Der <b>Strand von Uppuveli<\/b> im Norden von Trinco ist sch\u00f6n und weitl\u00e4ufig. Man kann hier kilometerweit spazieren gehen, ein Bierchen in der Strandbar trinken, Beachvolleyball spielen, schwimmen gehen oder einfach nur auf dem Handtuch liegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.<\/li>\n<li>In der Stadt selbst ist der <b>Fort Frederick <\/b>sehenswert. Von einer alten Stadtmauer umgeben, liegt der Fort auf einer Halbinsel vor der Dutch Bay. Heute befindet sich hier eine Milit\u00e4rstation und ein Buddhatempel auf den Klippen des Forts. Vom Tempel aus hat man einen wundersch\u00f6nen Blick auf das Meer. Der Tempel ist von innen nichts besonderes, aber von au\u00dfen bietet er mit seinen bunten Verzierungen, einer gro\u00dfen Buddhastatue und der tollen Lage ein tolles Panorama. Interessant war au\u00dferdem, dass neben dem Tempel viele kleine Holzboxen an einen Baum gebunden waren und teilweise kleine Puppen in diesen Boxen lagen. Ein Mann erz\u00e4hlte uns, dass der Tempel f\u00fcr Fruchtbarkeit steht und wenn eine Frau schwanger ist oder werden m\u00f6chte, sie hier eine Box anbringt und f\u00fcr das Ungeborene betet. Der Fort ist \u00fcbrigens bekannt f\u00fcr die s\u00fc\u00dfen Trinco-Rehe. Eine Rasse, die nur hier existiert. Die Rehe d\u00fcrfen nicht gejagt werden und sind ein Wahrzeichen der Stadt. Da Sie den Trubel der Stadt gewohnt sind und jeder aufpasst, dass sie nicht vor das n\u00e4chste TukTuk laufen, sind die Rehe sehr zahm und am Strand oder beim Tempel regelm\u00e4\u00dfig anzutreffen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt \u00dcber das Land Besonderheiten Sri Lankas Transport Essen &amp; Trinken Aktivit\u00e4ten &nbsp; \u00dcber das Land Sri Lanka ist ein Land der Vielf\u00e4ltigkeit trotz seiner Gr\u00f6\u00dfe. Auf einer relativ kleinen Fl\u00e4che &#8211; nicht mal so gro\u00df wie Bayern &#8211; vereint das Land Kultur, Natur und Sandstrand. 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