{"id":2414,"date":"2018-08-11T00:00:06","date_gmt":"2018-08-10T22:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/weltwietwech.de\/?p=2414"},"modified":"2018-11-09T06:14:36","modified_gmt":"2018-11-09T04:14:36","slug":"vietnam-reisebericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weltwietwech.de\/?p=2414","title":{"rendered":"Vietnam Reisebericht"},"content":{"rendered":"<h3>Inhalt<\/h3>\n<ul>\n<li><a href=\".\/?page_id=2414#ueberdasland\">\u00dcber das Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2414#besonderheiten\">Besonderheiten Vietnams<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2414#transport\">Transport<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2414#essenutrinken\">Essen &amp; Trinken<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2414#aktivitaeten\">Aktivit\u00e4ten<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 id=\"ueberdasland\">\u00dcber das Land<\/h3>\n<p>Vietnam ist ein unerwartet gro\u00dfes, aber schmales Land. Mit einer L\u00e4nge von 1.650km ist es vergleichbar mit der Strecke von Nordd\u00e4nemark \u00fcber Deutschland und \u00d6sterreich bis nach Norditalien. Aus diesem Grund ist das Land auch so unfassbar vielseitig!<br \/>\nIm Norden kann man sich von den wundersch\u00f6nen Reisterrassen fesseln lassen, in der Halong Bay schippert man zwischen riesigen Kalksteinfelsen in eine andere Welt, in der Hauptstadt Hanoi begeistert die europ\u00e4ische Architektur, w\u00e4hrend man gleichzeitig beim chaotischen Verkehr verr\u00fcckt werden kann. In Zentralvietnam versetzen einen Orte wie die Zitadelle von Hu\u00e9 oder die Altstadt von Hoi An in ein anderes Jahrhundert. Im Hochland im S\u00fcden Vietnams ist dagegen das Klima, die Flora und Fauna, die K\u00fcche und auch die Kultur v\u00f6llig anders. Die gr\u00f6\u00dfte Stadt Ho-Chi-Minh-City (HCMC oder auch Saigon) verbl\u00fcfft dagegen mit riesigen Wolkenkratzern, glamour\u00f6sen Rooftopbars und einem aktiven Nachtleben.<br \/>\nNeben der atemberaubenden Landschaft, ist die Kultur, die Architektur, die Lebenseinstellung, die Geschichte und die K\u00fcche der Vietnamesen fesselnd, umfangreich und bieten viel Abwechslung. Daher w\u00fcrden wir jedem Vietnam als Reiseland ans Herz legen!<\/p>\n<figure id=\"attachment_1721\" aria-describedby=\"caption-attachment-1721\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1721\" src=\"https:\/\/weltwietwech.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/tso_vietnam_s-300x219.png\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"583\" srcset=\"https:\/\/weltwietwech.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/tso_vietnam_s-300x219.png 300w, https:\/\/weltwietwech.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/tso_vietnam_s-768x560.png 768w, https:\/\/weltwietwech.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/tso_vietnam_s-1024x747.png 1024w, https:\/\/weltwietwech.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/tso_vietnam_s.png 1167w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1721\" class=\"wp-caption-text\">Vietnam in Relation zu Deutschland (Quelle: <a href=\"https:\/\/thetruesize.com\/#\/?borders=1~!MTU2MzQ3OTA.MTI0MzA0NjA*MjUxODAxOTU(MTQwODI1MTA~!VN*ODk4MDU0Mw.MTM5NzQ0Mjc)Mw\">thetruesize.com<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<h3 id=\"besonderheiten\">Besonderheiten Vietnams<\/h3>\n<ul>\n<li>Die Vietnamesen sind ein unglaublich <b>freundliches Volk<\/b>. Im Gegensatz zu den anderen L\u00e4ndern S\u00fcdostasiens ist unser Eindruck, dass die Einwohner auch gerne auf die Touristen zugehen &#8211; nicht nur um etwas zu verkaufen, sondern auch um sich auszutauschen.<\/li>\n<li>Besonders willkommen gef\u00fchlt haben wir uns in den <b>Homestays<\/b>. Hier haben die Besitzer alles in Bewegung gesetzt, damit wir uns wohl und wie zuhause f\u00fchlen. In Ho-Chi-Minh-City haben wir sogar einen kleinen Gl\u00fccksbringer als Abschiedsgeschenk bekommen, ein zu einem Herz gefalteten Geldschein, auf den man seinen Namen und den Namen seiner Liebe schreiben soll. Eine wundervolle Geste, die wir sehr zu sch\u00e4tzen wissen.<\/li>\n<li>Auch wirken die Vietnamesen sehr <b>zufrieden und gl\u00fccklich.<\/b> \u00dcberall wo man hingeht, wird man angel\u00e4chelt. Au\u00dferdem <b>singen<\/b> sie sehr gerne. Meistens f\u00fcr sich, aber sie erfreuen sich daran, anderen Menschen damit ein L\u00e4cheln ins Gesicht zu zaubern.<\/li>\n<li>Die <b>Landesw\u00e4hrung<\/b> ist der vietnamesische Dong. F\u00fcr einen Euro haben wir etwa 27.000 Dong erhalten. Das erste Mal Geldabheben ist schon etwas Besonderes, da man direkt Million\u00e4r ist. Wenn man sich dann aber vergegenw\u00e4rtigt, dass eine Millionen Dong gerade einmal etwa 36 Euro wert sind, relativiert sich das Ganze sehr schnell&#8230; Die st\u00e4ndige Umrechnerei kann doch sehr verwirrend sein, da man in ganz anderen Dimensionen denken muss. Au\u00dferdem ist es schon verwunderlich, dass der Geldschein mit dem h\u00f6chsten Wert der 500.000 Dong Schein ist. F\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Anschaffungen muss dann schon ein dicker Geldstapel herhalten, denn auch Kreditkarten werden wenig genutzt, da meist eine Geb\u00fchr von 3% des Preises verlangt wird.<\/li>\n<li>Der Verkehr in Vietnam ist <b>wahnsinnig<\/b> und <b>ohne Regeln<\/b>. Eine rote Ampel wird eher als Halte-Empfehlung angesehen, ein B\u00fcrgersteig wird gerne zur Stra\u00dfe umfunktioniert. An Kreuzungen gilt die Regel: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Und: das gr\u00f6\u00dfere und st\u00e4rkere Fahrzeug hat stets Vorfahrt. Fu\u00dfg\u00e4nger haben demnach gar nichts zu melden auf den Stra\u00dfen Vietnams. Wer nun denkt: \u201eAber es klappt ja\u201c &#8211; NEIN, es klappt nicht. Es passieren Unf\u00e4lle am laufenden Band. Wir selbst haben zwei Unf\u00e4lle miterlebt (ein Gl\u00fcck nichts Schlimmeres&#8230;) und ein Mal war es sehr, sehr knapp.<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<h3 id=\"transport\">Transport<\/h3>\n<ul>\n<li>Wer selbst einen <b>Roller mieten<\/b> will und Vietnam auf eigene Faust erkunden will, muss lernen, sich etwas anzupassen, steht\u2019s bremsbereit zu sein, um den Verkehrsfluss nicht aufzuhalten. In kleinen St\u00e4dten und D\u00f6rfern auf dem Land ist es wundervoll, v\u00f6llig flexibel zu sein und die Landschaft mit dem Scooter zu erkunden. Aber wir w\u00fcrden davon abraten, in einer Gro\u00dfstadt wie Hanoi oder Ho-Chi-Minh-City Roller zu fahren.<\/li>\n<li><b>Zugfahren<\/b> ist in Vietnam ein Erlebnis und eine gute Option, um vom Norden in den S\u00fcden (und anders herum) zu kommen. Generell gibt es vier verschiedene Kategorien, die man buchen kann:\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li>Sitz in der 2. Klasse: Die Holzklasse. Man sitzt hier ganz puristisch auf Holzb\u00e4nken.<\/li>\n<li>Sitz in der 1. Klasse: Hier hat man wie im Flieger komfortable Sitze, sogenannte Schlafsitze.<\/li>\n<li>Hard Beds (Bett in der 2. Klasse): Man bucht hier ein (f\u00fcr Europ\u00e4er wenig komfortables) Bett in einem 6-Betten-Schlafabteil (3-er Stockbetten)<\/li>\n<li>Soft Beds (Bett in der 1. Klasse): Man schl\u00e4ft in 2-er Stockbetten zu viert in einem Abteil. Die Matratzen sind weich und der Komfort h\u00f6her.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Wir sind von Ninh Binh nach Hu\u00e9 mit dem <b>Nachtzug<\/b> gefahren und haben uns f\u00fcr die Soft Beds entschieden. Nachdem wir einige Horrorstories im Internet gelesen haben (sehr dreckig, Toiletten zum Abgew\u00f6hnen, Kakerlaken unter der Matratze), m\u00fcssen wir sagen, dass wir positiv \u00fcberrascht waren. Okay, die Toiletten waren wirklich widerlich, aber das Abteil, das wir uns mit zwei Belgiern geteilt hatten, war sauber, die Betten frisch bezogen und es gab kostenlos Wasser und Snacks. F\u00fcrs Gef\u00fchl war es dennoch ganz gut, dass wir unsere Seidenschlafs\u00e4cke dabei hatten und nicht direkt unter der Decke schlafen mussten. Zudem wird man morgens geweckt, damit man seinen Halt nicht verschl\u00e4ft.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Neben dem Nachtzug kann man auch gut mit einem <b>Schlafbus<\/b> gr\u00f6\u00dfere Distanzen \u00fcberwinden und dabei die \u00dcbernachtungskosten sparen. Im Gegensatz zu Kambodscha, wo wir komfortabel im Doppelbett gereist sind, hatten wir in den vietnamesischen Schlafbussen weniger Platz. In drei Reihen sind die Liegen auf zwei Ebenen aufgestockt. Normalerweise ist der Platz sehr begrenzt und selbst der Rucksack muss noch zwischen den Beinen auf den 180cm x 50cm Liegefl\u00e4chen Platz finden. Wir hatten Gl\u00fcck und konnten in der letzten Reihe unseren Rucksack hinter uns verstauen. Wenn man die Wahl hat, w\u00fcrden wir immer raten, einen Platz weiter hinten und unten zu nehmen. Diese Pl\u00e4tze sind ruhiger und entspannter. Uns kam es etwas seltsam vor, dass die Schlafbusse auch bei Tagfahrten eingesetzt werden. Bei der Fahrt von Da Lat nach Ho-Chi-Minh-City gab es nicht einmal eine Alternative. Zuerst waren wir skeptisch und h\u00e4tten einen normalen Bus vorgezogen, aber im Nachhinein war die Fahrt einfach mega entspannt, ruhig und mit viel Beinfreiheit.<\/li>\n<\/ul>\n<figure id=\"attachment_1459\" aria-describedby=\"caption-attachment-1459\" style=\"width: 480px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1459\" src=\"https:\/\/weltwietwech.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Dalat-2-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/weltwietwech.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Dalat-2-225x300.jpg 225w, https:\/\/weltwietwech.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Dalat-2-768x1024.jpg 768w, https:\/\/weltwietwech.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Dalat-2.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1459\" class=\"wp-caption-text\">Ein typischer Schlafbus<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<h3 id=\"essenutrinken\">Essen &amp; Trinken<\/h3>\n<ul>\n<li>Die Vielseitigkeit des Landes spiegelt sich auch im Essen wider. Und (fast) alles ist <b>k\u00f6stlich<\/b>! Bei Vietnamesen werden typischerweise viele kleine Gerichte bestellt und jeder nimmt sich etwas von allem. Neben Reis, Fr\u00fchlingsrollen und Morning Glory (ged\u00fcnsteter Wasserspinat) gibt es aufgrund der Top-Lage am Meer sehr viel <b>frischen Fisch und Meeresfr\u00fcchte<\/b>. Muscheln, Austern, Thunfisch, Tintenfisch. Besonders letzteren haben wir noch nie besser gegessen als an der K\u00fcste Zentralvietnams!<\/li>\n<li>Das Nationalgericht Vietnams ist die <b>Pho<\/b>. Eine Nudelsuppe mit Fleischeinlage, Sojasprossen, Gem\u00fcse und Kr\u00e4utern. Sie ist s\u00e4ttigend, g\u00fcnstig und lecker.<\/li>\n<li>F\u00fcr den kleinen Hunger sind wir dem <b>Banh Mhi<\/b> verfallen. Ein frisches Baguette, dass traditionell mit Schwein (Paste und Schinken), Gurke, Koriander, Sojasauce und Majo belegt wird. Ein perfekter Snack f\u00fcr zwischendurch!<\/li>\n<li>Wie in ganz S\u00fcdostasien gibt es auch in Vietnam Stra\u00dfenm\u00e4rkte in H\u00fclle und F\u00fclle. Meist werden hier neben Kleidung und Souvenirs auch Obst, Gem\u00fcse, Fleisch und Fisch angeboten. Hier kann man immer mal wieder was probieren. So sind wir auf <b>Mangostan<\/b> gekommen. Eine Frucht, die von au\u00dfen einer Marakuja \u00e4hnelt, innen aber wei\u00dfes Fruchtfleisch hat, das wie eine Zitrusfrucht in mehrere Kammern aufgeteilt ist. Der Geschmack ist in etwa eine Mischung aus Zitrone, Ananas, Traube und Pfirsich. Unglaublich lecker und sehr gesund (antioxidantisch)!<\/li>\n<li>Der Kaffee in Vietnam ist auch wieder ein Thema f\u00fcr sich, durch den franz\u00f6sischen Einfluss kann man in einigen Gegenden leckeren westlichen Kaffee bekommen. Aber zudem gibt es auch vietnamesischen Kaffee, welcher aus starkem bitteren Kaffee mit sehr viel s\u00fc\u00dfem Milchsirup besteht. Wir haben diesen einige Male bestellt, aber leider war er geschmacklich immer wieder anders. Als Eiskaffee schmeckte diese Art von Kaffee manchmal, aber als hei\u00dfer Kaffee fanden wir ihn meistens ungenie\u00dfbar.<\/li>\n<\/ul>\n<h3 id=\"aktivitaeten\">Aktivit\u00e4ten<\/h3>\n<p>Unsere Stationen in Vietnam im \u00dcberblick<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\".\/?page_id=2414#hanoi\">Hanoi<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2414#catba\">Cat Ba<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2414#tamcoc\">Tam Coc<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2414#hue\">Hu\u00e9<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2414#tour\">Tour von Hu\u00e9 nach Hoi An<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2414#hoian\">Hoi An<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2414#dalat\">Da Lat<\/a><\/li>\n<li><a href=\".\/?page_id=2414#hcmc\">Ho-Chi-Minh-City<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h6 id=\"hanoi\"><b>Hanoi<\/b><\/h6>\n<ul>\n<li><b>Hoan-Kiem-See<\/b> ist der gro\u00dfe See inmitten von Hanoi. Auf einer Insel im See befindet sich der Ngoc-Son-Tempel (den wir aber nicht besichtigt haben, weil dieser einfach \u00fcberf\u00fcllt war). Ein f\u00fcr Hanoi bekanntes Bild ist die rote Br\u00fccke, die \u00fcber den See zum Tempel f\u00fchrt. Am See kann man sch\u00f6n spazieren gehen oder sich nach dem t\u00e4glichen Trubel abends den Sonnenuntergang ansehen.<\/li>\n<li>Das <b>Old Quarter<\/b> von Hanoi ist definitiv ein Must-See von Hanoi. Hier haben wir uns das erste Mal in einer Gro\u00dfstadt Asiens richtig wohl gef\u00fchlt. Trotz des v\u00f6llig chaotischen Verkehrs ist es auf den B\u00fcrgersteigen entspannt und die Uhren ticken langsamer. Man sitzt auf Mini-Plastikst\u00fchlen, trinkt einen Kaffee (nur hier gab es guten Kaffee), isst eine Pho oder trinkt in der Beer Corner ein Saigon Bier. Besonders die <b>Beer Corner<\/b> ist uns in Erinnerung geblieben. Hier sitzt man ab nachmittags auf der Stra\u00dfe und trinkt. Abends beginnt dann das richtige Nachtleben mit Diskos, Bars und lauter Musik. Und es ist kaum ein Durchkommen durch die Stra\u00dfe vor lauter Menschen m\u00f6glich. Es sei denn, die Polizei ist im Anmarsch. Denn obwohl alle Restaurants und Bars ihre Tische und St\u00fchle bzw. Hocker auf der Stra\u00dfe stehen haben, ist dies hier eigentlich verboten und die Strafen anscheinend auch sehr hoch, wenn man sich nicht daran h\u00e4lt. Sobald also die Polizei in Sichtweite ist, beginnen die Warnrufe durch die Stra\u00dfe und die Kellner r\u00e4umen rasch Tische und St\u00fchle beiseite, w\u00e4hrend die G\u00e4ste mit ihrem Bier in der Hand sich fragend umsehen und nicht wissen, was gerade Phase ist. Dieses Schauspiel hat sich bei uns in etwa st\u00fcndlich ereignet und es ist super witzig, sich das ganz anzusehen.<\/li>\n<li>Als ehemalige franz\u00f6sische Kolonie kann man in Vietnam und ganz besonders in Hanoi die <b>franz\u00f6sischen Einschl\u00e4ge<\/b> sehen. Zum Beispiel gibt es neben einigen Kirchen sogar ein <em>Notre Dame<\/em> in Hanoi. Zudem ist die Architektur (besonders im Old Quarter) total charmant mit vielen kleinen Balkonen wie man es eher aus Paris kennt. Teilweise sind die H\u00e4user aber nicht so gut erhalten bzw. gepflegt und sehen vielmehr nach \u201eshabby-chic\u201c aus, weshalb man sich manchmal eher in einem asiatischen Rom vorkommt. Wir fanden Hanoi dadurch wundersch\u00f6n und einzigartig. Einige Franzosen mit denen wir geredet haben, fanden es dagegen ganz f\u00fcrchterlich, laut, chaotisch und h\u00e4sslich. Seltsam wie unterschiedlich Eindr\u00fccke sein k\u00f6nnen&#8230;<\/li>\n<li>Wenn wir in einem Land sind, ist es uns wichtig, Land und Leute kennenzulernen und dies beinhaltet eben auch, sich mit der Kultur, der Religion und der Geschichte des Landes auseinanderzusetzen. Besonders die Vergangenheit Vietnams durch Unterdr\u00fcckung und jahrelange Kriege und Freiheitsk\u00e4mpfe hat das Land enorm gepr\u00e4gt, weshalb wir mehr dar\u00fcber im <b>Nationalmuseum<\/b> lernen wollten. Man muss aber leider sagen, dass dies nur bedingt informativ war. Hier gab es fast nur Ausstellungsst\u00fccke ohne erg\u00e4nzende Informationen, sodass wir uns viele Infos parallel bei Wikipedia durchlesen mussten. Interessanter und besser aufbereitet war dagegen die arch\u00e4ologische Ausstellung im zweiten Geb\u00e4ude des Nationalmuseums.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 id=\"catba\"><b>Cat Ba<\/b><\/h6>\n<ul>\n<li>Am ersten Tag auf Cat Ba wollten wir die <b>Stadt ein wenig erkunden<\/b> und sind am Hafenbecken entlang spaziert. Dann sind wir aber auf einen kleinen Stra\u00dfenstand gesto\u00dfen, der gezapftes Bier anbot &#8211; f\u00fcr 10.000 Dong (0,36 \u20ac). Weil das Bier so gut schmeckt, sind wir etwas versackt und erst nach Sonnenuntergang weitergezogen. Am Abend zeigte sich auch, dass dieser Stra\u00dfenstand ein sehr beliebter Treffpunkt f\u00fcr Einheimische war. Im Endeffekt haben wir nicht wirklich was verpasst, da Cat Ba-Town eigentlich nur aus Hotels und Restaurants besteht.<\/li>\n<li>Der Grund, weshalb wir auf der Insel Cat Ba gelandet sind, war eine Empfehlung in einem Blog zu einer <b>Bootstour durch die Ha-Long-Bucht<\/b>. Auf dem Festland werden normalerweise Touren angeboten, bei denen man mit mehreren hundert Menschen einen Tagesausflug zur Ha-Long-Bucht macht. Leider sieht man hier meist mehr die anderen Schiffe als die beeindruckenden Kalksteinfelsen, da diese Boote nicht weit hinaus fahren. Der Tipp im Internet war daher, von Cat Ba aus mit Cat Ba Ventures eine Tour zu machen. Dieses Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, die Orte anzufahren, die weniger touristisch sind, sodass man meist f\u00fcr sich alleine ist. Zudem lohne sich die 2-Tagesfahrt, weil man hier neben Kayaktouren durch H\u00f6hlen, Schwimmen in der Ha-Long-Bucht und leckeres Essen auch in seiner Kaj\u00fcte auf dem Boot schl\u00e4ft. Eine richtige Mini-Kreuzfahrt. Und auch wir w\u00fcrden jedem diese Fahrt ans Herz legen! Wir waren mit mit f\u00fcnf Franzosen und einem holl\u00e4ndischen P\u00e4rchen auf dem Boot und hatten eine sehr sch\u00f6ne Zeit zusammen. Das Essen war sehr lecker (vielleicht ein bisschen zu wenig), die Kayaktour war anstrengend und sch\u00f6n, das Vom-Boot-Springen war spannend (bis die Feuerquallen herauskamen) und die Nacht auf dem Boot war viel zu kurz. Unser Guide war freundlich, motiviert und konnte sehr gut englisch sprechen, weshalb die Kommunikation auch einfach war. Das Highlight war aber nat\u00fcrlich die Landschaft. Wir waren nicht nur in der Ha-Long-Bucht, sondern auch in der weniger touristischen, aber genauso sch\u00f6nen Lan-Ha-Bucht (geologisch gesehen ist dies die Verl\u00e4ngerung der Ha-Long-Bucht, geh\u00f6rt aber zu einer anderen Provinz). Die tausenden kleinen Insel aus Kalksteinfelsen sind beeindruckend und wirken wie aus einer anderen Welt.<\/li>\n<li>Nach dem Bootstrip haben wir noch zwei Tage auf Cat Ba verl\u00e4ngert, um uns die Insel anzuschauen. Mit dem Scooter sind wir dann Richtung Nationalpark gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir erst noch einen Halt bei einer <b>Tropfsteinh\u00f6hle<\/b> (Dong Trung Trang Cave) gemacht. Da wir kurz vor der Mittagspause da waren, hatten wir die ganze H\u00f6hle f\u00fcr uns. Der Nachteil war, dass das Licht schon abgeschaltet war und wir mit unseren Handys den Weg leuchten mussten. Die H\u00f6hle war dennoch sehenswert und etwas abenteuerlich. Mal mussten wir uns durch einen Spalt zw\u00e4ngen, mal durch die H\u00f6hle krabbeln.<\/li>\n<li>Beim <b>Nationalpark<\/b> angekommen hatten wir etwas Pech mit dem Wetter. Es hat in Str\u00f6men geregnet. Aber bei 25 Grad Au\u00dfentemperatur ist das zu ertragen und wir sind ja nicht aus Zucker. Also haben wir uns aufgemacht, um durch den Regenwald auf einen der Kalkstein-Berge der Insel zu wandern. Klitschnass und ersch\u00f6pft oben angekommen, bot sich ein unglaubliches Panorama \u00fcber den Nationalpark.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 id=\"tamcoc\"><b>Tam Coc (Ninh Binh-Provinz)<\/b><\/h6>\n<ul>\n<li>Die Ninh Binh-Provinz wird auch die <b>trockene Ha-Long-Bucht<\/b> genannt. Hier erheben sich die Kalksteinfelsen zwischen den Reisfeldern. Es empfiehlt sich, einen Roller zu mieten und <b>durch die Landschaft<\/b> entlang der Kalksteinfelsen zu d\u00fcsen. Ein guter Zwischenstopp ist dabei die <b>Bich-Dong-Pagode<\/b> in der N\u00e4he von Tam Coc. Der Eingang der Pagode alleine ist schon ein Besuch wert. Vor einer Wand von Kalksteinfelsen f\u00fchrt ein kleiner Steg aus Steinen und teilweise \u00fcberschwemmt zum Tor der Pagode. Innen finden sich auf unterschiedlichen Ebenen kleine H\u00f6hlentempel. Beim h\u00f6chsten Tempel angekommen, bekommt man dann einen unglaublichen Ausblick auf die Landschaft.<\/li>\n<li>Das sch\u00f6nste Erlebnis war jedoch die <b>Ruderbootfahrt<\/b> in Tam Coc, bei der man direkt an den Felsen vorbei und sogar durch H\u00f6hlen hindurchf\u00e4hrt. Zudem kann man die Tempel und kleinen Inseln bestaunen und den Moment genie\u00dfen. Da es hier so fast unwirklich sch\u00f6n ist, steht solch eine Bootstour f\u00fcr viele Touristen auf dem Programm. Normalerweise ist es hier brechend voll und die Boote dr\u00e4ngen sich dicht an dicht. Wir waren jedoch kurz vor Feierabend (16 Uhr) dort und hatten Gl\u00fcck, dass fast nichts mehr los war. Wir bekamen sogar ein B\u00f6tchen f\u00fcr uns alleine und eine \u00e4ltere und recht wortkarge Dame hat uns dann entlang der ausgew\u00e4hlten Route gerudert. Zwei Mal sind wir dann ausgestiegen und haben unter anderem das Set des neuen King Kong Films gesehen, der in 2017 dort gedreht wurde (die Landschaft fanden wir aber interessanter). Eigentlich sollte die Fahrt 2 Stunden dauern, wir waren aber schon nach einer Stunde \u201edurch\u201c. Vermutlich weil es nicht so voll war, wir nicht getr\u00f6delt haben und auch mitgerudert haben. Zuerst waren wir ganz sch\u00f6n entt\u00e4uscht, dass die Fahrt nur halb so lang war wie versprochen. Zwei Minuten sp\u00e4ter fing es dann aber an, wie aus K\u00fcbeln zu gie\u00dfen, sodass die Entt\u00e4uschung recht schnell dann doch verflogen war.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 id=\"hue\"><b>Hu\u00e9<\/b><\/h6>\n<ul>\n<li>Hu\u00e9 ist das ehemalige Machtzentrum der Nguyen-Dynastie und eine UNESCO-Welterbest\u00e4tte. Leider wurde der gr\u00f6\u00dfte Teil des Stadt im Krieg im Jahr 1968 zerst\u00f6rt (ein Horrorszenario, bei dem die Stadt von den Vietkong angegriffen wurde und in wenigen Wochen 10.000 Menschen &#8211; vor allem Zivilisten &#8211; in Hu\u00e9 ums Leben kamen). Viele Denkm\u00e4ler wie Pal\u00e4ste, Pagoden, Grabst\u00e4tten sowie die ber\u00fchmte Zitadelle wurden seitdem zum Teil wieder aufgebaut.<\/li>\n<li>Die <b>Zitadelle<\/b>, die das Zentrum der Nguyen-Dynastie bildete, ist immer noch das Herz von Hu\u00e9. Der riesige Bau wird von einer 10km langen Mauer eingerahmt. Im Inneren gibt es verschiedene Bereiche, wie die Kaiserstadt, verschiedene Tempelanlagen und G\u00e4rten. Die Kaiserstadt als Kern ist sozusagen eine Zitadelle in der Zitadelle. Ein Bereich, der noch einmal extra durch eine 2,5m lange Mauer eingez\u00e4unt wird. Hier befanden sich Tempel, die kaiserlichen Resindenzen sowie die wichtigsten \u00f6ffentlichen Geb\u00e4ude. Leider wurde auch die Zitadelle im Krieg bombardiert, sodass nur noch 20 Geb\u00e4ude (der 148 Geb\u00e4ude) erhalten sind. Die Zitadelle ist riesig und hier kann man locker einen halben Tag einplanen, um die gr\u00f6\u00dften und sehenswertesten Bauwerke zu sehen und einen Eindruck von der Zeit der Nguyen-Dynastie zu bekommen.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 id=\"tour\"><b>Mit dem Motorrad von Hu\u00e9 nach Hoi An<\/b><\/h6>\n<ul>\n<li>Auf dem Weg zur Zitadelle in Hu\u00e9 wurden wir von einem Vietnamesen &#8211; Uy &#8211; angequatscht, was unsere Pl\u00e4ne in Hu\u00e9 seien und ob wir nicht Lust h\u00e4tten, eine Motorradtour von Hu\u00e9 nach Hoi An mit ihm bzw. seinem Unternehmen <b>Le Family Riders<\/b> zu machen. Wir wurden schon am Bahnhof von einem Mann angesprochen, der uns was \u00e4hnliches verkaufen wollten, da waren wir aber besonders skeptisch, weshalb wir dankend abgelehnt haben. Uy hatte uns aber Rezensionen von G\u00e4sten gezeigt. Zum einen in seinem Buch niedergeschrieben, zum anderen aber auch bei Trip Advisor. Hier war er mit seinem Unternehmen auf Platz 1 der Aktivit\u00e4ten in Hu\u00e9 gerankt. Die Bewertungen waren durchweg positiv, jeder hat von dem Trip geschw\u00e4rmt. \u00dcberzeugend war zudem, dass wir erst bei Ankunft den all-inclusive-Trip bezahlen m\u00fcssen (45 US$ pro Person zu zweit auf einem Automatik-Scooter) und wenn wir nicht zufrieden seien, h\u00e4tten wir nichts bezahlen m\u00fcssen. Also haben wir ihm tats\u00e4chlich direkt zugesagt (mit der Sicherheit, dass wir seine Karte haben, sodass wir auch jederzeit wieder h\u00e4tten absagen k\u00f6nnen).<\/li>\n<li>Am n\u00e4chsten Morgen wurden wir p\u00fcnktlich in unserem Hotel von Uys Mitarbeitern abgeholt. Auf zwei Motorr\u00e4dern sind wir zun\u00e4chst zum Firmensitz gefahren, wo unsere Rucks\u00e4cke abgeladen wurden (die wurden von Uys Mutter mit dem Auto nach Hoi An gebracht). Zusammen mit 2 Belgiern, 6 Engl\u00e4ndern und 2 Iren haben wir den Trip mit Uys Familie gemacht. Denn jeder der 30 Mitarbeiter geh\u00f6rt zu seiner Familie. Mutter, Vater, Br\u00fcder, Schwestern, Cousinen Cousins&#8230; Er selbst hat vor 10 Jahren das Unternehmen im Alter von 16 Jahren gegr\u00fcndet und er hat die Tour mit den Jahren immer weiter durchdacht, verbessert und tolle Stops erg\u00e4nzt.<\/li>\n<li>Nachdem alle die Schutzkleidung angelegt hatten, ging es direkt los. Zum Gl\u00fcck war das Unternehmen schon am Rand von Hu\u00e9 angesiedelt, sodass man nicht mehr durch den chaotischen Verkehr musste. Wir sind total entspannt, aber mit angemessenem Tempo, in Kolonne \u00fcber die Autobahn gefahren. Der erste Stop war bei einem kleinen Caf\u00e9, wo wir Erfrischungst\u00fccher und vietnamesischen Eiskaffee bekommen haben. Weiter ging es zum einem kleinen <b>Fischerdorf<\/b>, wo Uy uns mehr \u00fcber die Kultur und das Leben der Fischerfamilien erz\u00e4hlt hat:\n<ul>\n<li>Fr\u00fcher haben hier die Fischer mit ihren Familien auf einem kleinen Boot gelebt (kein Hausboot, kein Kutter, sondern wirklich nur ein etwas gr\u00f6\u00dferes \u00fcberdachtes Kanu). Eigenes Land oder gar ein Haus haben sie nicht besessen. Heutzutage ist nicht mehr erlaubt, ohne festen Wohnsitz in Vietnam zu leben. Daher leiht die Regierung den Fischern kostenlos ein Grundst\u00fcck am Wasser, sodass diese ein Haus bauen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem wird den Kindern der Fischer die Schulausbildung bezahlt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Nachdem wir noch <b>Wasserb\u00fcffel<\/b> von Nahem bestaunen konnten (die stehen wirklich so weit im Wasser, sodass nur noch die Nasenl\u00f6cher rausgucken), sind wir weiter zum n\u00e4chsten Highlight gefahren: eine <b>Schwimmlagune<\/b>. Ein Flusslauf mit Wasserfall und mehreren kleinen nat\u00fcrlichen Schwimmbecken aus Stein. Rundherum sind Holzterrassen angelegt, sodass man auch hier einfach chillen konnte. Aber wir haben die Zeit im Wasser genossen. Wir sind in die Lagune gerutscht, gesprungen, geglitten und etwas geschwommen. Die meiste Zeit lagen wir aber einfach am Rand im Wasser mit einem k\u00fchlen Bierchen in der Hand und haben mit den anderen gequatscht. Ziemlich cool und entspannend! Nach etwa 1,5 Stunden ging es weiter zum Mittagessen.<\/li>\n<li>Das <b>Mittagessen<\/b> war der Knaller! W\u00e4hrend der gesamten Reise haben wir noch nicht so gut gegessen. Es gab unglaublich frischen Fisch, die Calamaris haben das allererste Mal nicht nach Gummi, sondern wirklich lecker geschmeckt, es gab Austern und Muscheln, Morning Glory (Wasserspinat), Fr\u00fchlingsrollen und und und. Und wirklich alles war leckerer und besser zubereitet als das, was wir bisher in S\u00fcdostasien gegessen haben. Zus\u00e4tzlich hatten wir auch noch einen wahnsinnig sch\u00f6nen Ausblick auf einen Bergsee und die Berge.<\/li>\n<li>Gut gest\u00e4rkt ging es weiter \u00fcber den <b>Wolkenpass<\/b>, eine beliebte Motorradstrecke mit vielen Serpentinen und unglaublicher Aussicht auf die Landschaft, auf das Meer und auf die Hafenstadt Da Nang. Oben auf der Bergspitze konnten wir zudem einen alten amerikanischen St\u00fctzpunkt besichtigen.<\/li>\n<li>Den Weg runter Richtung Da Nang hatten wir leider Pech mit dem Wetter und es hat etwa eine halbe Stunde lang geregnet. Aber auch hierf\u00fcr war Uy gewappnet und wir haben alle Regenhosen und -jacken bekommen. Flux angezogen und weiter ging es.<\/li>\n<li>In Da Nang haben wir noch einen Stopp auf einem der f\u00fcnf <b>Marble Mountain<\/b> gemacht. Wie der Name schon sagt, wurde hier fr\u00fcher Marmor abgetragen. Heute ist der Marmorberg eine Aussichtsplattform mit einem wundervollen Blick \u00fcber die Stadt hat. Auf den Berg gelangten wir \u00fcber einen Aufzug (so wurde uns der anstrengendste Teil abgenommen). Oben auf dem Berg gab es neben der Aussicht noch einige Tempel, eine Fledermaush\u00f6hle und ein M\u00f6nchsresidenz.<\/li>\n<li>Nach etwa 10 Stunden sind wir dann in Hoi An angekommen. <b>Ziel<\/b> war die <b>Schneiderei<\/b> von Uys Cousine, wo unser Gep\u00e4ck schon auf uns wartete. Ganz klug eingef\u00e4delt konnten wir in Ruhe ankommen, ein letztes Bier oder eine Cola trinken und uns im Laden umsehen. Hoi An ist die Stadt der Schneider mit \u00fcber 1.000 Gesch\u00e4ften. Uy erz\u00e4hlte uns stolz, dass seine Cousine bei Trip Advisor auf Platz 7 sei und falls wir uns etwas schneidern lassen wollen, wir einen Le Family Riders-Rabatt erhalten w\u00fcrden&#8230; Das Angebot haben wir \u00fcbrigens angenommen und sind tats\u00e4chlich am n\u00e4chsten Tag wiedergekommen (siehe Hoi An)<\/li>\n<li>Zum Schluss wurden wir sogar von den Mitarbeitern noch mit unserem Gep\u00e4ck zu unserem Homestay gebracht. Es war also wirklich ein rundes Komplettprogramm und <b>eines unserer sch\u00f6nsten Erlebnisse<\/b> auf unserer Reise (weshalb wir es hier nun auch so detailreich festgehalten haben).<\/li>\n<\/ul>\n<h6 id=\"hoian\"><b>Hoi An<\/b><\/h6>\n<ul>\n<li>Hoi An ist unserer Meinung nach die <b>sch\u00f6nste und bezauberndste Stadt<\/b> Vietnams. Obwohl es sehr touristisch ist, herrscht eine entspannte Kleinstadt-Atmosph\u00e4re. Fr\u00fcher war Hoi An eine der gr\u00f6\u00dften und wichtigsten Hafenst\u00e4dte Vietnams, doch Ende des 20. Jh. versandete der Fluss, sodass die Schiffe den Hafen nicht mehr erreichen konnten. Zum Gl\u00fcck, denn so wurde die <b>Altstadt<\/b> Hoi Ans nicht durch moderne Bauten ersetzt, sondern konnte bestehen bleiben und ist heute ein UNESCO Weltkulturerbe. Das Besondere des Old Quarters sind die Einfl\u00fcsse verschiedener Kulturen als ehemalige Handelsstadt. Chinesische Tempel, alte Teelager, japanische Handelsh\u00e4user. Zus\u00e4tzlich sind die Stra\u00dfen und Gassen mit tausenden bunten Seidenlampions geschm\u00fcckt. Obwohl man sich hier mit vielen anderen Touristen zwischen Reiseb\u00fcros, Bars, Restaurants, Schneidern und Souvenirl\u00e4den aufh\u00e4lt, spr\u00fcht die Stadt vor Charme und Romantik. Auch am Abend ist die Altstadt definitiv einen Besuch wert, wenn die Lampions leuchten und auf dem Fluss Schwimmkerzen angez\u00fcndet werden&#8230;<\/li>\n<li>Die Stadt ist ber\u00fchmt f\u00fcr die Seide, weshalb Hoi An auch als <b>Stadt der Schneider<\/b> bekannt ist. Es gibt hier \u00fcber 1.000 Schneider, mal mehr, mal weniger seri\u00f6s. Durch die Motorradtour mit Uy haben wir von seiner Cousine erfahren, die eine der besten Schneiderein der Stadt hat. Da unsere Tour hier endete, hatten wir schon die M\u00f6glichkeit, unverbindlich einen Blick in den Laden, die Kataloge und die Stoffe zu erhaschen und mit der Besitzerin zu reden. Obwohl wir schon einige Klamotten in Bangkok haben schneidern lassen, hat Sarah sich dazu entschieden, ein Kleid schneidern zu lassen. F\u00fcr das Geld kann man in Deutschland nicht einmal die Stoffe kaufen&#8230; Mit einer Vorstellung und ein paar Bildern sind wir dann am n\u00e4chsten Tag wieder zur\u00fcck zum Laden und haben Schnitte und Stoffe ausgesucht. Urspr\u00fcnglich waren zwei Kleider geplant, ein Sommer- und ein Abendkleid. Aber da die Kleider dann doch aufgrund der hochwertigen Stoffe teurer ausfielen als gedacht (Sommerkleid 80$, Abendkleid 100$ als verhandelter Preis), hat sich Sarah f\u00fcr das Abendkleid aus Seide entschieden. Besonders schwierig war hier, dass die Stoffe nicht als Meterware im Laden zur Verf\u00fcgung standen (die waren in der Fabrik, wo die Angestellten die Kleider n\u00e4hen) und die Entscheidung nur auf Grundlage eines mini-kleinen Musters (5x5cm) getroffen werden musste. Dennoch haben wir die absolut richtige Auswahl getroffen und sind super zufrieden mit dem Ergebnis!<\/li>\n<li>Um bei 37 Grad Celsius auch mal Entspannen zu k\u00f6nnen, sind wir einen Nachmittag mit den Fahrr\u00e4dern des Homestays zum 7km entfernten <b>Strand<\/b> gefahren und haben uns einen Lazy Day geg\u00f6nnt. Der Strand ist ziemlich gro\u00df und touristisch, aber daf\u00fcr kann man Liegen mit Sonnenschirm bekommen und bekommt sein Getr\u00e4nk direkt zum Platz gebracht. Das hatte zur Abwechslung auch mal was.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 id=\"dalat\"><b>Da Lat<\/b><\/h6>\n<ul>\n<li>Die Stadt Da Lat im Inland Vietnams wurde uns von mehreren ans Herz gelegt. Leider sind wir nicht ganz warm mit der Stadt geworden (was aber vermutlich auch am Wetter lag). Es war kalt (unter 20 Grad), nass und irgendwie wuselig.<\/li>\n<li>Besser gefallen hat uns dagegen das Umland. Ein Highlight war hier eine <b>Sommerrodelbahn<\/b> (!), auf die wir zuf\u00e4llig auf unserer Rollertour gesto\u00dfen sind. Eine Rodelbahn! Nat\u00fcrlich mussten wir das machen &#8211; vor allem weil Sarah noch nie mit einer gefahren ist. Die unerwartet lange Strecke f\u00fchrte zu einem tollen Wasserfall, wo man noch ein paar Fotos machen konnte, bevor man mit der Bahn wieder nach oben gezogen wurde.<\/li>\n<li>Interessant war auch ein Ausflug auf eine <b>Wieselkaffeefarm<\/b>. Hier werden die Wiesel neben dem normalen Essen alle paar Tage Kaffeebohnen gef\u00fcttert, die sie unverdaut wieder ausscheiden. Der Wieselkot wird dann per Hand aufgelesen, die Bohnen abgewaschen, getrocknet und ger\u00f6stet. Dadurch, dass die Bohnen aber einmal durch den Wiesel gehen, sollen die Bohnen einen besonderen Geschmack bekommen. Es k\u00f6nnen im Jahr nur ein paar hundert Kilo Wieselkaffee hergestellt werden, weshalb der Kaffee auch so unversch\u00e4mt teuer ist, ein Kilo im Verkauf kostet 600 US$). Auf der Farm haben wir nach einer kleinen F\u00fchrung vom Kaffee gekostet. Hier haben wir zum Gl\u00fcck nicht ganz so viel bezahlt, aber auch 3,60\u20ac f\u00fcr eine Tasse ist sehr viel Geld f\u00fcr vietnamesische Verh\u00e4ltnisse. Der Kaffee schmeckt ganz gut, aber ehrlich gesagt w\u00fcrden wir einen italienischen Kaffee aus einer Siebtr\u00e4germaschine diesem Kaffee vorziehen.<\/li>\n<li>Ein wirklich sch\u00f6nes vietnamesisches Erlebnis war der <b>Nachtmarkt<\/b> in Da Lat. Abends wird die Hauptstra\u00dfe gesperrt und rechts und links \u00f6ffnen die St\u00e4nde. Hier bekommt man alles von Kleidung \u00fcber S\u00fc\u00dfigkeiten und Gem\u00fcse bis hin zu Spielzeug. Highlight sind aber (wie eigentlich immer) die Essensst\u00e4nde. Hier gab es Spezialit\u00e4ten, die wir im Rest Vietnams noch nicht gesehen hatten. So haben wir uns an den St\u00e4nden durchprobiert. Es gab Reisbl\u00e4tter als eine Art Pizza mit Ei, Schinken und Majo, einen Reisdrink mit Bananenbl\u00e4ttern (glauben wir), Mini-Fr\u00fchlingsrollen und ganz klassisch eine Pho. Das Besondere an diesem Markt war, dass er recht weitl\u00e4ufig war und unter freiem Himmel. So f\u00fchlte man sich nicht so beengt wie sonst. Au\u00dferdem standen zwischen den festen St\u00e4nden immer wieder Muttis und Omis mit einem kleinen improvisierten Grill und verkauften ihre Spezialit\u00e4ten.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 id=\"hcmc\"><b>Ho-Chi-Minh-City<\/b><\/h6>\n<ul>\n<li>Die Hauptstadt Ho-Chi-Minh-City (HCMC) ist wohl die modernste Stadt Vietnams. Auch bekannt als Saigon wurde die Stadt 1976 in HCMC zu Ehren des Revolution\u00e4rs und Pr\u00e4sidenten Ho Chi Minh umbenannt, der Vietnam zur Wiedervereinigung f\u00fchrte. Auch wenn die meisten Vietnamesen ihren Freiheitsk\u00e4mpfer verehren, wir die Stadt dennoch weiterhin der Einfachheit halber Saigon genannt (offiziell ist es noch ein Stadtteil HCMC). HCMC ist eine <b>Stadt der Gegens\u00e4tze<\/b>. Edelboutiquen und Stra\u00dfenm\u00e4rkte, Highclass-Restaurants und Stra\u00dfenst\u00e4nde, elegante Rooftop-Bars und Pub-Street.<\/li>\n<li>Und neben der modernen, hippen Hauptstadt ist HCMC nat\u00fcrlich auch geschichtlich interessant und wichtig. Deshalb war f\u00fcr uns ganz klar, dass ein Besuch im <b>Kriegsmuseum<\/b> auf dem Programm stehen sollte. Nachdem das Museum in Hanoi etwas entt\u00e4uschend war, war das Kriegsmuseum zum Gl\u00fcck besser auf internationale Besucher ausgelegt. Auf mehreren Ebenen wurde die Geschichte des Vietnamkriegs in Bildern, Texten, Filmen und Relikten dargestellt. Teilweise waren die Bilder und Ausstellungsst\u00fccke eine Spur zu detailreich und abschreckend (nicht unbedingt f\u00fcr U18 geeignet).<\/li>\n<li>In der N\u00e4he der <b>Pub Street<\/b> konnten wir ganz entspannt und g\u00fcnstig und gut zu Abend essen und ein paar Bier und sogar Schnaps trinken. Zwei Stra\u00dfen weiter ging es w\u00e4hrenddessen schon wie auf dem Ballermann zu. Laute Musik, betrunkene Menschen, seltsame Gestalten und schlechte Manieren (P\u00f6beln und Grabschen). Selbst kleine Jungs (ca. 10 Jahre) wollten sich wohl profilieren und haben Sarah begrabscht. Aber mit Widerworten und b\u00f6sen Blicken haben sie wohl nicht gerechnet. Hier f\u00fchlten wir uns trotz Alkoholeinfluss leider gar nicht wohl.<\/li>\n<li>Kontrastprogramm war dagegen am letzten Abend der Besuch in einer <b>Cocktailbar \u00fcber den D\u00e4chern von Saigon<\/b>. Auf Empfehlung von Sarahs Cousin sind wir ins Shri gegangen, ein Restaurant bzw. Bar im 23. Stock mit einem wundersch\u00f6nen Blick \u00fcber die Stadt. Die Cocktailkarte ist aufgrund der Kreativit\u00e4t und Komposition der Cocktails schon international ausgezeichnet worden. Die Pr\u00e4sentation der Cocktails und die Bedeutung war schon besonders cool. Julians Cocktail wurde in einem 50cm gro\u00dfen Schiff mit Trockeneis pr\u00e4sentiert und beinhaltete Rum und Gew\u00fcrze wie Zimt, Nelken und Ingwer als Symbol f\u00fcr die Gew\u00fcrzexporte der Seefahrt. Sarahs Gin-Cocktail wurde in einem kleinen Boot gereicht und stand mit Zutaten wie Pfeffer, Koriander, Wasserkresse und Limetten f\u00fcr die Ernte im Mekongdelta. Ziemlich viel Tamtam um ein Getr\u00e4nk, aber am Ende haben sie nun mal echt gut geschmeckt und waren ein sch\u00f6ner Abschluss f\u00fcr unser Vietnam-Abenteuer.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt \u00dcber das Land Besonderheiten Vietnams Transport Essen &amp; Trinken Aktivit\u00e4ten &nbsp; \u00dcber das Land Vietnam ist ein unerwartet gro\u00dfes, aber schmales Land. Mit einer L\u00e4nge von 1.650km ist es vergleichbar mit der Strecke von Nordd\u00e4nemark \u00fcber Deutschland und \u00d6sterreich bis nach Norditalien. Aus diesem Grund ist das Land auch so unfassbar vielseitig! 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